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Momente

Ein Moment – er kommt und geht sofort wieder. Vergangene Momente – wer bemerkt sie? Sie geraten in Vergessenheit, vermodern, verwelken, verstauben – sterben. Manchmal werden aber Momente wieder erweckt. Ich denke an die Momente des Lachens und Feierns in diesem Haus, an die Familie die in diesen Betten geschlafen hat. Diese Küche, in der am Herd gekocht wurde - all die Momente die Leben waren.

Ich stehe da in den leeren Räumen, sehe die Überreste und habe meine eigenen Momente vor Augen. Erst sehr zaghaft – ich will ja nichts zerstören, will alles so lassen wie ich es vorfinde, dann immer gieriger – von Raum zu Raum. Sauge die Atmosphäre in mich auf und werde glücklich für diesen Moment. Ich freue mich über diesen Moment des Miterlebens, der Zwischenmenschlichkeit. Genieße diese Augenblicke des Eintauchens in eine andere Wirklichkeit.

Dann zu Hause - der Moment ist gekommen, wo die Spannung zum Zerreißen ist – das Resultat, die Bilder welche diese vielen Momente festhalten – für ewig und immer unsterblich. Es hat etwas Befriedigendes aber zugleich was Erschreckendes.Ich genieße es – für einen Moment.